einundzwanzig

21 – Tutorial Wäschesack

Hätte ich gewusst, dass immer eine Schicht getragener Kleidung den Kinderzimmerfußboden bedecken wird, hätte ich mir vor ein paar Jahren weniger Gedanken um den Fußbodenbelag im Kinderzimmer gemacht.
Aber ich gebe nicht auf, meine Jungs dazu zu bewegen, ihre Klamotten nicht über den Boden zu vertreuen. Da Reden aber nichts bringt, lasse ich nun Taten folgen und der nächste Versuch wird sogar schön: Wäschesäcke fürs Kinderzimmer, die an der Zimmertür, am Kleiderschrank oder in einer freien Zimmerecke aufgehängt werden können.

Wäschesack

Aus gegebenen Adventskalenderanlass zeigen wir euch natürlich, wie man so einen Wäschesack näht. Und eine Verlosung gibt es obendrein.

Für den Wäschesack braucht ihr

  • Außenstoff, z.B. Canvas, Jeans oder Ähnliches
  • Innenstoff (Webware jeglicher Art)
  • Kordel oder Gurtband
  • Schnittteil für die Öffnung: hier Herunterladen

Und natürlich die üblichen Werkzeuge:

  • Schere / Zickzackschere oder Rollschneider
  • Lineal
  • Klammern, Stecknadeln
  • Nähmaschine
Wäschesack Materialien

Zuschnitt

Maße:

Wir haben für den Sack zwei Größenvarianten vorgesehen: der kleinere Wäschesack, der auch auf den Fotos zu sehen ist hat eine Endmaß von 40x60cm. Der größere Sack hat ein Endmaß von 50x70cm. Somit haben die jeweiligen Schnittteile die folgenden Maße:

  • Klein: 42 x 62 cm
  • Groß: 52 x 72 cm
Schnittteile:
  • 2x Außenstoff
  • 2x Innenstoff
  • außerdem Kordel: 2-3 m, die Länge der Kordel ist davon abhängig, wo und wie ihr den Sack befestigen möchtet

Und so wird der Organizer genäht

  • Jeweils ein Schnittteil aus Innenstoff und Außenstoff rechts auf rechts aufeinanderlegen und zusammenstecken.
  • Das ausgedruckte Schnittteil für die Öffnung auf die linke Seite wie folgt platzieren: horizontal mittig und ca. 13 cm von der oberen Kante entfernt. Öffnung auf den Stoff übertragen. In die eingezeichnete Öffnung ebenfalls eine Stecknadel stecken.
  • Die eingezeichnete Linie für die Öffnung mit einem Geradstich entlangsteppen. Anschließend mit einer Schere oder Zickzackschere das Innere der Öffnung ausschneiden. Vor allem in den Rundungen knapp an der Naht entlang schneiden ohne in die Naht zu schneiden. So lässt es sich leichter wenden.
  • Nun einen der beiden Stoffe durch die Öffnung auf die andere Seite ziehen. Die Öffnung glatt ziehen, bügeln und von rechts knappkantig absteppen. Das Vorderteil des Wäschesacks ist nun fertig.
  • Das Vorderteil mit dem Außenstoff nach unten auf den Tisch legen.
  • Das zweite Schnittteil aus dem Innenstoff rechts auf rechts auf das Vorderteil legen (Im mittleren Bild ist das zweite Innenstoff Schnittteil zu Anschauungszwecken etwas kleiner geschnitten. Bei euch sollten beide Teile gleich sein 🙂 )
  • Beide Innenstoff Schnitteile zusammenstecken, dabei darauf achten, dass der Außenstoff nicht mitgesteckt wird. Den Innensack nun an drei Seiten zusammennähen, wieder darauf achten, dass der Außenstoff nicht miterfasst wird. Die Unterseite des Innensacks bleibt als Wendeöffnung offen!
  • Sack wenden, so dass der Außenstoff nach oben zeigt und die Öffnung zu sehen ist. Das Gurtband links und rechts ca. 3 cm von Rand entfernt positionieren und feststecken.
  • Beide Bänder festnähen, damit sie bei der weiteren Verarbeitung nicht verrutschen. Die Kordeln in der Mitte aufgerollt platzieren.
  • Das zweite Außenstoff-Schnittteil rechts auf rechts auf den Sack legen. Beide Außenstoff-Teile zusammenstecken, dabei darauf achten, dass weder der Innensack noch die lose Kordel mitgesteckt wird.
  • Beide Außenstoff-Teile zusammennähen und erneut darauf achten, dass weder der Innensack noch die lose Kordel miterfasst wird.
  • Nun den Innensack dank der Wendeöffnung über den Außensack stülpen. Den Außensack ein wenig tiefer in den Innesack stecken, dann die Wendeöffnung nach innen klappen, bügeln, stecken und Wendeöffung schließen.
  • Anschließend den Außensack durch die Öffnung ziehen und den Wäschesack wenden. Der Außensack ist nun außen.
  • Den Sack nun ordentlich bügeln und mit ca. 3mm Abstand zur Kante rundherum absteppen.
  • Die Gurtband-/Kordelenden einklappen und absteppen, damit die Kordel nicht ausfranst.

Wäschesack aufhängen und fertig!

Verlosung des Tages

Unter allen, die uns hier im Blog, auf Instagram oder Facebook einen Kommentar da lassen, verlosen wir ein Nähpaket für einen großen Wäschesack. Ihr könnt auf mehreren Kanälen kommentieren. Dadurch erhöht sich eure Gewinnchance.

(Diese Verlosung wird von Hummelhonig veranstaltet. Sie startet sofort und endet am 21. Dezember 2019 um 23:59 Uhr. Teilnehmen können natürliche Personen über 18 mit Wohnsitz in Europa. Bitte verseht anonyme Kommentare mit einer gültigen Email-Adresse, damit wir mit euch Kontakt aufnehmen können. Der Gewinn wird ausschließlich per Post versandt. Die Gewinner bestimmt das Los am 22. Dezember, der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen.)

Frohes Wäsche Waschen wünschen die Hummeln 🙂


Kommentare

  1. Ich habe nicht nur zwei Töchter sondern auch einen Mann der seine Sachen, dort liegen lässt wo er sich auszieht. Vielleicht würde der Wäschesack ja Wunder vollbringen.

  2. Ein Wäschesack wäre toll, den nähe ich für meine Tochter, die ihn dann im Zimmer meiner noch kleinen Enkelzwergin aufhängen kann. So lernt die kleine Maus von klein an, wo die Wäsche hingehört. Und das Tochterkind hat weniger Arbeit 🙂

  3. Ich glaube das ist allgemein ein Männer Problem. Ich habe 3 Jungs und jeder schmeißt seine Klamotten auf dem Boden statt in einem Korb und mein Mann ist genauso.

  4. Coole Idee, den muss ich nähen. Wir suchen schon eine Weile nach einer neuen Wäscheaufbewahrung, weil der alte mir meine Fingernägle zerstört 😀

  5. Für auf Reisen ja, aber nicht für zu Hause (bei uns wird sich im Badezimmer aus- und umgezogen und Schmutzwäsche wandert dort gleich in die Wäschebox)
    Würde sich aber auch für Einkaufstaschen, Spielzeug, Mützen usw. eignen.

  6. Oh, der könnte im Bad hängen und die Wäsche dort gleich aufnehmen. Sie schafft nämlich so oft den Weg nicht von dort in den Wäschekorb im Schlafzimmer.

  7. Ein solcher Sack ist schon länger auf meiner Nähliste. Mit der tollen Anleitung wird´s jetzt mal Zeit an die Umsetung zu gehen. Besonders toll wäre natürlich das Stoffpaket dazu <3

  8. Der Wäschesack wäre super für meine Enkelin, vielleicht schaffe ich es damit, das die Kleidung nicht auf dem Boden sondern im Wäschesack landet.

  9. Ach, wie super praktisch. Einen Wäschesack bräuchten wir im Bad. Da liegen bei uns immer die getragenen Klamotten…Danke für die Gewinnspielchance…

  10. Wirklich eine klasse Idee und nicht nur als Wäschesack für die Schmutzwäsche. Im Flur sehe ich da auch schon die Mützen und vor allem auch die Handschuhe verstaut, die sonst oft einsam einzeln „herumfliegen“. Lieben Dank und ein schönes Adventswochenende.

  11. Mal schauen, ob das besser funktioniert als der Stoffwäschekorb. Der quillt immer über, vor allem mit Klamotten, die nur einmal getragen waren und noch gut sind. Jeans , Jäckchen und so …

  12. „…derr Boden Moment von einer Schicht getragener kleider bedeckt ist“..Man ich lach mich schlapp scharfsinnig erfasst
    Ich habe euch bereitst drei Versuche gestartet eine gute Lösung zu finden…
    Am schlimmsten ist bei meiner neunjährigen Tochter der Anteil an ungetragener Kleidung („doch das ist Wäsche, das hatte ich kurz zum Klavier an!!“)
    Frohe Weihnachten!!
    Judith

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