Nähanleitung Kissen Stern

Tutorial: Sternenkissen

Hallo ihr Lieben,

Wir freuen uns wahnsinnig über die vielen tollen Rückmeldungen zum Hummelhonig-Adventskalender! Ganz oft lesen wir, dass meistens ihr die seit, die Geschenke machen und seltener die, die sie bekommen – deshalb haben wir heute mal wieder eine Anleitung nur für euch!

Wie schon letztes Jahr steht uns der Sinn – so kurz vor Weihnachten, wenn alles erledigt ist – nach ein bisschen Wellness-Nähen. Einfach, überschaubar und das Ergebnis einfach nur für euch und schön – ein Kissen passend zum letzjährigen! (Natürlich sieht das Kissen auch mit weniger weihnachtlichen Stoffen hübsch aus und die Anleitung wird auch später noch hier für euch verfügbar sein.)

Das Kissen, das wir dieses Jahr zu Weihnachten genäht haben, hat einen Reißverschluss auf der Rückseite, abgerundete Ecken, eine Paspel und eine applizierte Sternenform auf der Vorderseite:

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Wenn ihr auch so ein Kissen nähen wollt, braucht ihr:

  • eine Kissenfüllung (40 cm x 40 cm)
  • hellgraues Leinen für die Vorderseite (45 cm x 45 cm)
  • gemusterten Stoff für die Rückseite (45 cm x 50 cm)
  • gemusterte Stoffe für die Applikation (4 mal 20 cm x 20 cm)
  • beidseitig aufbügelbare Bügeleinlage (4 mal 20 cm x 20 cm)
  • einseitig aufbügelbare Bügeleinlage (5 cm x 35 cm)
  • Paspelband (ca 1,60 m)
  • einen Reißverschluss (z.B. Endlosreißverschluss, ca 30 cm lang)
  • Schere und evt. Rollschneider, Quiltlineal und Schneidematte
  • Stecknadeln
  • Bleistift
  • doppelseitiges Klebeband, z.B. Stylefix von Farbenmix
  • passendes Nähgarn (wir haben zum Applizieren metallic-Maschinenstickgarn verwendet)
  • das Schnittmuster für die Rauten und die Ecken – druckt es auf Din A4-Papier aus und schneidet die Raute und das Quadrat mit einer abgerundeten Ecke aus:

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Und so wird das Kissen genäht:

Zuerst schneidet ihr sowohl aus dem Grundstoff für die Vorderseite (graues Leinen) als auch aus dem für die Rückseite (Musterstoff) ein Quadrat mit 40 cm Seitenlänge zu. Die beiden Quadrate faltet ihr zu Vierteln und schneidet die offenen Ecken mit Hilfe der Vorlage rund:

02_Zuschnitt

Für die Applikation auf der Vorderseite bügelt ihr die beidseitig aufbügelbare Einlage zunächst auf die Musterstoffe und zeichnet die Rauten auf die Papierrückseite – diese ist leicht durchscheinend, sodass ihr ganz gut sehen könnt, wie das Muster auf den Rauten liegt. Schneidet die Rauten aus – ihr benötigt jeweils zwei aus einem Stoff (natürlich könnt ihr auch alle 16 aus einem Stoff oder aus 16 verschiedenen Stoffen machen). Jetzt könnt ihr die Papierschicht abziehen und die Rauten auf dem Stoff für die Vorderseite arrangieren – die „Hilfslinien“ erhaltet ihr, indem ihr das Leinenquadrat jeweils längs und quer sowie zweimal diagonal faltet und den Bruch mit den Fingern feststreicht:

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Bügelt die Rauten nach Herstellerangaben fest (dabei verschwinden auch eure „Hilfslinien“). Zusätzlich näht ihr jede Raute mit einem breiten und kurzen Zickzackstich rundum fest – dabei sollte der äußere Stich nur knapp außerhalb des Musterstoffs liegen. Wenn ihr wie wir metallic-Maschinenstickgarn verwendet, achtet darauf, auch eine dazu passende Nadel zu verwenden (es gibt extra Nadeln für Metallic-Garne). Eventuell müsst ihr auch die Oberfadenspannung anpassen – probiert das am besten auf einem Stoffrest aus.

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Jetzt näht ihr noch die Paspel auf die Kissenvorderseite und dann ist diese schon fertig: Steckt das Paspelband zunächst rundum an den Leinenstoff – dabei zeigt die Paspel nach innen. Die Enden lasst ihr überlappend nach außen zeigen. Zum Festnähen eignet sich ein Reißverschlussfüßchen, die Naht sollte nah an der Paspel liegen:

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Nun geht es an die Rückseite: Bügelt zunächst die einseitig haftende Bügeleinlage auf einen Rest des Musterstoffs und schneiden einen Belegstreifen aus, der 5 cm breit und 5 cm länger als euer Reißverschluss ist. Zeichnet auf die Bügeleinlage ein Rechteck, das 1,5 cm breit und 3 cm kürzer als euer Reißverschluss ist. In das Rechteck zeichnet ihr eine weitere Linie, die das Recheck längs halbiert und an beiden Seiten 1 cm kürzer ist als dieses. Verbindet die Enden der Mittellinie mit den Ecken des Rechtecks. Steckt den Belegstreifen rechts auf rechts auf den Stoff für die Kissenrückseite – hübsch sieht es aus, wenn etwa ein Drittel der Rückseite noch über dem Belegstreifen liegt.

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Näht nun mit einem einfachen Geradstich genau auf dem eingezeichneten Rechteck entlang. An den Ecken lasst ihr die Nadel im Stoff, hebt das Füßchen und dreht den Stoff um 90°, senkt das Füßchen wieder und näht weiter bis zur nächsten Ecke. Denkt daran, die Naht am Anfang und am Ende zu verriegeln, aber näht nicht über die Ecken des Rechtecks hinaus. Schneidet beide Stofflagen an der Mittellinie des Rechtecks auf. An den eingezeichneten Ecken schneidet ihr bis ganz an die Naht heran, nur durchschneidet die Naht nicht.

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Zieht den Belegstreifen durch die Öffnung auf die linke Seite und bügelt ihn ordentlich – wenn ihr sauber genäht und geschnitten habt, habt ihr nun eine schöne, rechteckige Öffnun in der Kissenrückseite genäht, hinter die der Reißverschluss passt. Klebt auf beide Seiten des Reißverschlusses doppelseitiges Klebeband (Stylefix kann leicht repositioniert werden bis ihr es z.B. mit einem Fingernagel ordentlich festdrückt).

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Zieht das Schutzpapier von den Klebestreifen und klebt den Reißverschluss so von innen an die Öffnung in der Kissenrückseite, dass an dem Ende, an dem der Zipper bei geöffnetem Reißverschluss ist, etwa 1 cm des Reißverschlusses hinter dem Stoff liegt; am gegenüberliegenden Ende liegen dann 2 cm des Reißverschlusses hinter dem Stoff. Wenn der Reißverschluss richtig festgeklebt ist, näht ihr ihn mit Geradstich knappkantig (d.h. ca 1 – 2 mm von der Stoffkante entfernt) fest. An dem Ende des Reißverschlusses, an dem der Zipper steht, wenn der Reißverschluss geschlossen ist, könnt ihr etwa 1,5 cm von der Stoffkante entfernt nähen – so näht ihr eine kleine „Tasche“ in die der Zipper verschwinden kann und so beim Kuscheln auf dem Kissen nicht stört. Und schon ist auch die Kissenrückseite fertig!

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Jetzt müsst ihr nur noch Kissenvorder- und -rückseite verbinden: Steckt dazu beide rechts auf rechts aufeinander, die Paspel liegt dabei zwischen Vorder- und Rückseite. Achtet darauf, dass der Reißverschluss zumindest ein Stück weit geöffnet ist. Näht nun genau auf der Naht, mit der ihr das Paspelband an die Kissenvorderseite genäht habt, die beiden Lagen aufeinander. Dabei ist wieder der Reißverschlussfuß sehr hilfreich. Spätestens jetzt könnt ihr auch die Enden den Paspelbandes kürzer schneiden und dann abschließend Vorder- und Rückseite gemeinsam mit einem breiten Zickzackstich versäubern.

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Wendet die Kissenhülle durch den Reißverschluss, bügelt nochmal vorsichtig – und ihr seit fertig!

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Steckt die Kissenfüllung in die Hülle, macht euch eine Tasse Tee und dann: Füße hochlegen, entspannen, Kissen genießen und den Weihnachtsmann einen guten Mann sein lassen!

Wir wünschen euch viel Freude an eurem neuen Kissen!

Liebe Grüße,

Eure Hummeln

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