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22 – Geschenke einpacken

Adventskalender Tür 22

Juhu, nur noch zweimal schlafen, dann ist Heiligabend! Habt ihr schon alle Geschenke verpackt?

Ich habe dieses Jahr Furoshiki für mich entdeckt – eine alte japanische Technik, Geschenke (oder auch Einkäufe oder das Pausenbrot) in Stoff zu verpacken, die auch vom japanischen Umweltministerium als besonders nachhaltig empfohlen wird. Und ganz ehrlich: mit etwas, das mit Stoff zu tun hat, ein bisschen an Origami erinnert und dann auch noch nachhaltig ist – da kriegt man mich doch sofort! Als dann auch noch Elke und Edith noch nie etwas davon gehört hatten, stand mein Entschluss fest: Furoshiki muss mit in den Hummelhonig-Adventskalender!

Furoshiki

Für eure hübschen und nachhaltigen Geschenke benötigt ihr:

  • quadratische Stücke Webware – wir haben mit Popeline, Musselin und Double Gauze gewickelt, gut eignen sich sicher auch gewebte Viskose, Batist und ähnlich leichte Stoffe. Wir haben die Stoffkante noch mit einem Rollsaum versäubert – wenn es ganz schnell gehen muss, reicht aber sicher auch die Zackenschere. Die Diagonale des Quadrats sollte mindestens dreimal so lang wie das Geschenk sein.
  • eure Geschenke – zur Veranschaulichung haben wir ein Buch (geht ja immer), eine Rolle Kekse (eine Flasche Wein wäre hier auch gut gewesen, aber wir bleiben heute jugendfrei) und eine Packung Tee gewählt

Furoshiki

Wir starten mit einem einfachen Buch – unser Stoffquadrat ist etwa 50 cm lang und breit:

Breitet das Stoffquadrat vor euch aus, die spätere Außenseite liegt unten, und legt das Buch etwas oberhalb der diagonalen Mitte darauf. Faltet die obere Ecke nach unten um das Buch und schlagt die Ecke so ein, dass die Kante mit der Kante des Buchs abschließt. Faltet die untere Ecke nach oben.

Faltet die Kanten der noch offenen Ecken ein wenig nach innen. Schlagt die Ecken nach innen und verknotet sie (für die Seglerinnen unter euch: ein Kreuzknoten ist hier immer super!). Die freie Ecke könnt ihr noch ein wenig unter den Knoten schieben.

Als nächstes verpacken wir eine Rolle Kekse – in ein Musselin-Quadrat mit 1 m Kantenlänge

Breitet das Stoffquadrat vor euch aus, die spätere Außenseite liegt unten, und legt die Rolle Kekse (oder die Flasche Wein) auf eine Ecke. Rollt das Tuch mit den Keksen diagonal auf. Schlagt die offenen Ecken jeweils zur gegenüberliegenden Seite und …

… verkreuzt sie einmal. Dreht das Päckchen um sodass die Verkreuzung unten liegt und verknotet die offenen Enden auf der Oberseite (Kreuzknoten :-))

Und ganz zum Schluss haben wir noch eine Packung Tee eingepackt – genauso könnt ihr aber auch eher unförmige Dinge einwickeln, Einmachgläser mit Plätzchen, Orangen, das obligatorische Paar Socken,….

 

Breitet das Stoffquadrat vor euch aus, die spätere Außenseite liegt unten, und legt das Geschenk in die Mitte. Verknotet die obere und die untere Ecke zweimal über dem Geschenk.

Verknotet auch die restlichen beiden Ecken zweimal über dem Geschenk. Fertig!

Nach dem Fest könnt ihr dann die Geschenkverpackungen ganz entspannt wieder einsammeln und bei der nächsten Gelegenheit wieder verwenden. Oder ihr findet eine Verwendungsmöglichkeit für die Beschenkten: Als Halstuch, Tischdecke, Platzdeckchen….

Verlosung

Unter allen, die uns heute einen netten Kommentar dalassen, verlosen wir insgesamt 3 Überraschungspäckchen (psst, ein bisschen Furoshiki-tauglicher Stoff ist auch drin!) – eins hier im Blog, eins auf unserer Facebookseite und eins auf Instagram – dort zu kommentieren erhöht eure Gewinnchancen!

(Diese Verlosung wird von Hummelhonig veranstaltet. Sie startet sofort und endet am 22. Dezember 2018 um 23:59 Uhr. Teilnehmen können natürliche Personen über 18 mit Wohnsitz in Europa. Bitte verseht anonyme Kommentare mit einer gültigen Email-Adresse, damit wir mit euch Kontakt aufnehmen können. Der Gewinn wird ausschließlich per Post versandt. Die Gewinner bestimmt das Los am 23. Dezember, der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen.)

Viel Glück!

Eure Hummeln

Edit: die Gewinnerin ist ermittelt und benachrichtigt!

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20 – Tutorial Reiseorganizer

Adventskalender Tür 20

Wir packen unsere Koffer und nehmen mit: Reisepässe, Kinderausweise, Impfausweise, Krankenkassenkarten, Kreditkarte, Bahncard, Reiseplan uvm. Als Familie kommt da einiges zusammen. Nur dass es im Koffer wenig hilfreich ist. Man braucht es ja griffbereit, aber dennoch irgendwie aufgeräumt.

Kennt ihr das Problem auch? Dann kommt das heutige Tutorial für einen Familien-Reiseorganizer gerade richtig. Egal ob ihr via Auto / Bahn / Flugzeug verreist. Alle nötigen Dokumente haben ihren Platz.

Für den Reiseorganizer haben wir veganes Leder und Stoff verwendet. Da sich das vegane Leder nicht gut verstürzen lässt und Webware nicht offenkantig bleiben kann, wird der Organizer als Abschluss mit Schrägband eingefasst.

Für den Reiseorganizer braucht ihr

  • ca. 40 cm veganes Leder
  • ca. 40 cm Webware (nicht elastische Stoffe)
  • optional leichte Bügeleinlage (z.B. von Vlieseline) zum Verstärken
  • (Endlos-) Reißverschluss
  • ca. 200 cm Schrägband zum Einfassen
  • doppelseitiges Klebeband (z.B. Stylefix von Farbenmix)

Und natürlich die üblichen Werkzeuge:

  • Schere oder Rollschneider (normal + Zickzack)
  • Lineal
  • Klammern, Stecknadeln
  • Bügeleisen

Tutorial_Reiseorganizer_00

Zuschnitt

Folgende Teile jeweils 1x aus Webware zuschneiden:

  • Innenteil – 36 x 25 cm
  • Außenteil – 36 x 25 cm
  • Kartenfach – 14 x 25 cm
  • Reißverschlußtasche – 18 x 25 cm
  • Belegstreifen für die Reißverschlußtasche – 6 x 23 cm
  • Ausweisfach A – 33 x 25 cm
  • Ausweisfach C – 27 x 25 cm

Bei dünner Webware ist es sinnvoll, diese mit Bügeleinlage zu verstärken. Dazu werden aus der Bügeleinlage alle Webware-Teile erneut zugeschnitten. Die Bügeleinlage sollte rundherum ca. 1 cm kleiner sein als das zu verstärkende Stoffstück, das erleichtert das Aufbügeln. Jeweils laut Herstellerangaben aufbügeln.

Folgende Teile jeweils 1x aus veganem Leder zuschneiden:

  • Großes Fach – 12 x 25 cm
  • Ausweisfach B – 15 x 25 cm
  • Ausweisfach D – 12 x 25 cm

Und so geht es

Auf die linke Seite des Belegstreifens mittig ein Rechteck mit den Maßen 20 cm x 1,5 cm. Wie auf dem Foto in der Mitte des Rechtecks eine Linie zeichnen, die das Rechteck waagrecht teilt. Die Linie ist beidseitig 1 cm kürzer als das Rechteck, die Enden der Linie sind mit den jeweiligen Ecken des Rechtecks verbunden.

Steckt den Beleg rechts auf rechts bündig zur oberen Kante auf das Schnittteil der Reißverschlusstasche. Zwischen linker und rechter Kante und dem Beleg ist jeweils 1 cm Abstand. Mit einem Geradstich genau auf dem eingezeichneten Rechteck entlang nähen und den Anfang sowie das Ende der Naht mit ein paar Stichen vorwärts und rückwärts verriegeln.

Beide Stofflagen entlang der Mittellinie aufschneiden. Entlang der diagonalen Linien in die Ecken des Rechtecks knapp bis zur Naht schneiden. Darauf achten, nicht in die Naht zu schneiden.

Den Beleg auf die linke Seite der Reißverschlusstasche wenden. Das ist ein bisschen tricky und erfordert etwas „Fummelei“. Die Kanten der Öffnung ordentlich bügeln. Anschließend das doppelseitige Klebeband entlang der langen Kanten aufkleben und mit fixieren / fest drücken.

Den Reißverschluss mit der rechten Seite nach unten auf das Doppelklebeband kleben und ebenfalls fixieren.

Schnitteil wenden. Darauf achten, dass der Zipper innerhalb der Öfffnung ist, bevor mit dem Nähen begonnen wird. Anschließend mit einem Geradstich einmal rund um die Reißverschlussöffnung absteppen.

Nun das Innenteil mit der rechten Seite nach oben auf den Tisch legen, das Reißverschlusstaschen-Schnittteil  bündig zur linken Seite drauf legen. Jeweils 1 cm von der rechten Kante der Reissverschlusstasche oben und unten jeweils einen Knips in die die beiden Stofflagen einschneiden (analog zur roten Markierung im Bild).

Dann das Reißverschlusstaschen-Schnittteil so wenden, dass Innenteil und Taschen-Schnittteil rechts auf rechts aufeinander liegen. Die Schnittteile so positionieren, dass die oberen und unteren Knipse jeweils aufeinanderliegen. Mit Stecknadeln feststecken und parallel zum Reißverschluss absteppen. Die Nahtlinie verbindet die oberen und unteren Knipse.

Anschließend das Reißverschlusstaschen-Schnittteil erneut nach links klappen und die Kante bügeln.

Das Kartenfach entlang der Breite in den Bruch legen und bügeln. Dieses dann auf das Schnittteil „Großes Fach“ bündig zur unteren Kante legen und mit Klammern feststecken. Die horizontale Mitte ausmessen, einzeichnen und das Kartenfach am großen Fach fest nähen. Parallel zur Mittelnaht nach links und rechts jeweils 5,75 cm abmessen und die Nahtlinien einzeichnen. Ebenfalls absteppen.

Schnittteile zur Seite legen.

Nun werden die restlichen Schnitteile für die Ausweisfächer verarbeitet. Zunächst die Schnittteile für Ausweisfach A und C entlang der Breite in den Bruch legen und bügeln.

Das Ausweisfach A mit der Bruchkante nach oben auf den Tisch legen. Schnittteil für Ausweisfach B bündig zur unteren Kante drauf legen und mit Klammern feststecken. Parallel zur unteren Kante mit 3 cm Entfernung eine horizontale Linie markieren. Die beiden Schnittteile entlang dieser Linie zusammennähen.

Des Weiteren das Schnitteil für Ausweisfach C auf die schon zusammengenähten Ausweisfächer legen – ebenfalls bündig zur unteren Kante. Erneut eine waagerechte Linie parallel zur unteren Kante markieren und absteppen – diesmal jedaoch mit 2 cm Entfernung zur Kante.

Als letztes das Ausweisfach-D-Schnittteil bündig zur unteren Kante auf die bisherigen Ausweisfächer legen. Mit Klammern feststecken. Die horizontale Mitte ausmessen und markieren. Entlang dieser Mittellinie, das Ausweisfach D durch die senkrechte Mittelnaht mit den anderen Fächern verbinden.

Für den Organizer ist kein Verschluss vorgesehen, wenn ihr doch einen annähen wollt, sollte das jetzt passieren, bevor das Außenteil mit den anderen Elementen verbunden wird. Anschließend das Außenteil mit der rechten Seite nach unten auf den Tisch legen, dann das Innenteil mit der rechten Seite nach oben drauf legen. Die Reißverschlussseite befindet sich links.

Nun das beiseite gelegte Kartenfach-Schnittteil auf der linken Seite positionieren und mit Klammern feststecken – wie im Bild dargestellt. Als nächstes die zusammengenähten Ausweisfächer analog zum Kartenfach auf der rechten Seite platzieren und ebenfalls mit Klammern feststecken.

Und zum Abschluss den Organizer rundherum füßchenbreit (10 mm zum Rand) absteppen. Damit die Nahtzugaben sauber sind und sich das Schrägband ordentlich annähen lässt, noch die Nahtzugaben begradigen. Dazu die Nahtzugaben parallel zur Naht auf 5 mm kürzen.

Den aufgeklappten Organizer mit der Innenseite nach oben auf den Tisch legen. Schrägband aufklappen und entlang der Außenkante rechts auf rechts an den Organizer klemmen. Ca 3 cm versetzt von der Mitte einer langen Kante beginnen und 4-5 cm Schrägband überstehen lassen. Entlang des Falzes absteppen. Nicht ganz bis zur Ecke nähen, sondern genau dden Nahtzugabe-Abstand (Falzbreite) vorher die Naht stoppen und verriegeln.

Das Schrägband nun im 45 Grad Winkel von der zu einfassenden Ecke wegklappen. Im Bild entspricht das dem Wegklappen nach oben. Den Knick mit dem Finger glätten.

Das Schrägband anschließend wieder zurück klappen – in den Bruch. Im Bild enspricht es dem Klappen nach unten. Schrägband liegt nun parallel zu der einzufassenden Kante. Wieder entlang der Außenkante stecken. Durch das Falten ist ein doppelseitiges Dreieck entstanden. Dieses wird in Richtung der ersten Naht geklappt. Wieder nicht direkt an der Stoffkante beginnen, sondern mit einem Falzbreit Abstand zur Kante. Also genau an der Stelle, wo die letzte Naht beendet wurde. Die zweite Kante entlang des Falzes absteppen und erneut Falzbreit vor der Ecke aufhören.

Dieses Vorgehen an den restlichen 3 Ecken wiederholen. Etwa 3 cm vor der Mitte die Naht stoppen und verriegeln.

Die Schrägbandenden stehen nun über. Diese so kürzen, dass sich die Enden exakt um die Breite des Schrägbandes überlappen. Die Schrägbandenden wie in Bild 3 falten und mit dem Finger glätten, damit der Falz sichtbar ist. Der Falz entspricht der Nahtlinie. Entlang der diagonalen Nahtlinie zusammennähen. Die dreieckige Nahtzugabe kürzen, auffalten und evtl. bügeln. Nun hat das Schrägband die exakt benötigte Länge.

Wem das Schrägbandende zu schnell ging: hier könnt ihr eine sehr detaillierte Anleitung hierzu nachlesen.

Das noch nicht angenähte Stück Schrägband entlang des Falzes absteppen, damit das Schrägband rundherum fest ist. Nun das Schrägband um die Kante herum auf die Außenseite falten, mit Klammern feststecken. Dabei die Ecken ordentlich falten, wie im Bild gezeigt- Es entstehen sogenannte Briefecken.

Nun das Schrägband auch von der Außenseite knappkantig absteppen. Fertig.

Nach Belieben befüllen und auf in den Weihnachtsurlaub! Oder doch einpacken und an die Lieben verschenken. Das überlassen wir euch!

Viel Spaß beim Nachnähen,

eure Hummeln

P.S. Als Verschluss eignen sich auch Kordeln, Lederbänder, die um Organizer gewickelt werden. Alternativ ein zum Kreis geschlossenes Gummi.

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15 – Tutorial: schnellen Poncho nähen

Adventskalender Tür 15

Habt ihr nur noch 70 cm von einem Streichelstoff übrig und braucht etwas kuscheliges zum Schnell-Drüberwerfen? Oder sucht ihr noch ein Geschenk für eine Freundin/Mutter/Teenie-Tochter?

Wir zeigen euch heute, wie ihr aus einem rechteckigen Stück Stoff in ganz wenigen Schritten einen schicken Poncho nähen könnt – genau die richtige Outfit-Ergänzung für den immer etwas zugigen Adventsbasar in der Schule oder den Weihnachtsbesuch bei den engergiesparenden Schwiegereltern!

Poncho Tutorial

Ganz fix genäht ist der Poncho, wenn ihr die Kante mit der Overlock versäubert – solltet ihr aber (noch?) keine Overlock haben, zeigen wir euch als Alternative für die normale Nähmaschine einen Saum mit einer Zackenlitze – ihr könnt aber auch eine Quastenborte verwenden oder den Poncho ganz klassisch mit einer Zwillingsnaht säumen.

Poncho Tutorial

Ihr benötigt für den Poncho:

  • Dehnbaren Stoff: 70 cm bei voller Breite von mindestens 1,40 m (besser 1,50 – 1,60 m)- der Stoff sollte einigermaßen weich fallen, z.B. Strickjacquard, Nicki, lockerer Sommersweat. Stabiler Wintersweat könnte zu störrisch sein und Jersey rollt sich wahrscheinlich an der Saumkante zu sehr auf.
  • Bauschgarn zum Umketteln der Kante ODER
  • Zackenlitze oder Quastenborte: 3 m
  • Farblich passendes Nähgarn

Und natürlich die üblichen Werkzeuge:

  • Schere oder Rollschneider und Lineal
  • Stecknadeln
  • Bügeleisen

Und so wird der Poncho genäht:

Schneidet für den Poncho ein den Stoff zu einem ordentlichen Rechteck: 70 cm hoch und so breit wie euer Stoff es zulässt. Umkettelt alle Kanten mit der Overlock und Bauschgarn (hier haben wir das schonmal gezeigt – https://www.hummelhonig.com/bauschgarn/). Faltet das Rechteck rechts auf rechts sodass die kurzen Seiten aufeinander liegen und steckt eine der langen Kanten fest.

Schließt diese Schulternaht mit einem elastischen Stich von der offenen Ecke bis ca 30 cm vor dem Bruch.

Ohne Overlock steckt und näht ihr die Schulternaht zuerst. Näht hier mit etwa 2 cm Nahtzugabe, da diese zum Saum am Halsausschnitt wird. Steckt den Saum am Halsausschnitt etwa 2 cm zur linken Seite und bügelt ihn. Bügelt dabei auch die Nahtzugaben der Schulternaht auseinander.

Fixiert die Nahtzugaben der Schulternaht mit ein paar Stecknadeln . Näht dann die Nahtzugaben und den Halsausschnittsaum in einem Zug von rechts mit einem elastischen Zierstich fest – ich habe den dreigeteilten Zickzack-Stich gewählt. Steckt die Zackenlitze rundum auf die offene Kante. Dabei liegt die Zackenlitze auf der rechten Seite des Stoffs etwa 1,5 cm von der Stoffkante entfernt. Anfang und Ende der Zackenlitze dürfen sich um 1-2 cm überlappen.

Näht die Zackenlitze fest – mit einem Geradstich und leicht außerhalb der Mitte der Litze. Schneidet die Nahtzugabe an den Ecken zurück und bügelt die Nahtzugabe zur linken Seite, sodass die Zackenlitze über den Saum nach außen ragt.

Fixiert die Nahtzugabe mit ein paar Stecknadeln und steppt sie von rechts ab – ich habe hier wieder den dreigeteilten Zickzack-Stich gewählt.

Schon fertig! Zieht den Poncho über den Kopf, dabei liegt die Naht über einer Schulter, schiebt die Kante am Ausschnitt etwas nach innen und freut euch über euer neues Accessoire!

Poncho Tutorial Poncho Tutorial Poncho Tutorial

Verlosung

Und falls euch noch der passende Stoff für euren Weihnachtsponcho fehlt, kommt hier eure Chance: Wir verlosen insgesamt 6 Nähpakete für jeweils einen Poncho – bestehend aus 70 cm Stoff und 2 Rollen Bauschgarn oder passender Zackenlitze, Quasten- oder Bommelborte:

Poncho Nähpakete

  • Set 1: Cozy Dots blau-gelb-grün, Bauschgarn neongrün
  • Set 2: Cozy Dots türkis-mint, Bauschgarn neongelb
  • Set 3: Cozy Dots rosa, Bauschgarn neonkoralle
  • Set 4: Double-face Jacquard taupe-weiß geringelt und taupe mit Pünktchen in bordeaux, Zackenlitze Silber
  • Set 5: Baumwoll-Nicki hell-mint, Quastenborte neon-bunt
  • Set 6: Jersey mit Wollanteil senfgelb, Bommelborte lila

Um an der Verlosung teilzunehmen, schreibt uns einfach in einem Kommentar, welches der sechs Nähpakete ihr am liebsten gewinnen würdet! Wir verlosen dann jeweils zwei der Pakete hier im Blog, zwei auf unserer Facebookseite und zwei auf Instagram – dort zu kommentieren erhöht eure Gewinnchancen!

(Diese Verlosung wird von Hummelhonig veranstaltet. Sie startet sofort und endet am 15. Dezember 2018 um 23:59 Uhr. Teilnehmen können natürliche Personen über 18 mit Wohnsitz in Europa. Bitte verseht anonyme Kommentare mit einer gültigen Email-Adresse, damit wir mit euch Kontakt aufnehmen können. Der Gewinn wird ausschließlich per Post versandt. Die Gewinner bestimmt das Los am 16. Dezember, der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen.)

Viel Glück!

Eure Hummeln

Edit: die Nähpakete sind verlost und die Gewinnerinnen benachrichtigt – Herzlichen Glückwunsch!

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10 – Tutorial und Verlosung: Abschminkpads

Adventskalender Türchen 10

Dieses Jahr stand ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Das finden wir richtig gut, denn dieses Thema ist uns seit je her wichtig. Doch wie passt es zu Weihnachten und Geschenken? Wir finden, dass man es wunderbar unter einen Hut bringen kann: einfach Dinge verschenken, die in Zukunft Müll und Ressourcen sparen. Selbst genähte, waschbare Abschminkpads sind dafür bestens geeignet – ob zum Make-up-Entfernen oder Gesicht waschen, sie sind vielseitig einsetzbar.

Außerdem sind sie eine tolle Verwendungsmöglichkeit für Stoffreste. Und beispielsweise mit knalligem Bauschgarn aufgepeppt – ein echter Hingucker und ein tolles Geschenk.

Unsere Lieblingsvariante sind mit der Overlock genähte Pads. Da muss man nichts wenden und keine Wendeöffnungen schließen. Ganz schnell gemacht. Und weil es so einfach ist, zeigen wir euch im heutigen Tutorial außerdem eine Technik, wie man schöne Kreise mit der Overlock nähen kann. Um euch dies gut veranschaulichen zu können, haben wir für so etwas Banales wie einen Kreis dennoch ein kleines Schnittmuster vorbereitet 🙂

Für die Abschminkpads braucht ihr:

  • Stoffreste für die Abschminkpads (nur weiche und kuschelige Stoffe wählen, die nicht kratzen)
  • passendes Overlockgarn und/oder Bauschgarn
  • eine Overlock
  • unseren Schnitt (Klicken für den Download)

Vorbereitung:

Overlock mit passendem Garn einfädeln. Wenn ihr Bauschgarn verwendet wollt, achtet darauf, dass das Bauschgarn nur in die Greifer eingefädelt wird. In die Nadeln wird normales Overlockgarn in passender Farbe eingefädelt. Weitere Tipps zum Nähen mit Bauschgarn hat Elke vor einiger Zeit hier für euch zusammengefasst.

Bevor ihr loslegt, testet unbedingt an einem Probestück, ob die Naht ordentlich aussieht. Wenn ihr noch keine Rundungen mit der Overlock genäht habt, empfiehlt es sich auf jeden Fall vorab etwas zu üben.

Und so werden die Abschminkpads genäht:

Zunächst das Schnittmuster ausdrucken und ausschneiden. Die Nahtlinie ist zur Verdeutlichung auf dem Schnittteil vermerkt, muss aber nicht auf den Stoff übertragen werden.

Schnittteil 2 x zuschneiden. Dann links auf links aufeinanderlegen, so dass die ausgesparten Stellen übereinander liegen. Mit 2-3 Stecknadeln fixieren.

Tutorial04 Abschminkpads

Den Nähfuß der Overlock hoch stellen und die Nadeln auf die höchste Position drehen. Nun die Aussparung in der Nahtzugabe unter den Overlockfuß legen wie im Schnittmuster eingezeichnet. Durch die Aussparung lässt sich der Stoff exakt unter Messer und Nadeln positionieren und die Overlocknaht muss nicht schräg beginnen. Nadeln mit dem Handrad senken, bis sie im Stoff stecken. Stoffkante in Richtung Messer schieben, bis sich beide berühren. Nähfuß senken.

Tutorial06 Abschminkpads

Nun langsam mit dem Nähen beginnen. Innerhalb der Aussparung wird entlang der Stoffkante genäht. Der hellgraue Bereich auf dem Schnittmuster entspricht dem, was beim Nähen vom Overlockmesser weggeschnitten wird. Das bedeutet, am Ende der Aussparung fängt das Messer an, den überstehenden Stoff abzuschneiden.

Tutorial07 Abschminkpads

Langsam um den Kreis herumnähen. Da die Pads klein sind, muss eine recht enge Rundung genäht werden. Sollte das Nähgut verrutschen, Overlock anhalten und Nadeln senken. Dann den Nähfuß hochheben und die Position des Pads korrigieren (Kreis ein wenig in Richtung des Messers schieben).

Sollte sich der Stoff zu stark wellen und der Differentialtransport ist bereits auf 2 gestellt, dann liegt das meist daran, dass durch die Drehung des Kreises mit der Hand ein zu starker Zug entsteht. Auch hier hilft die eben beschriebene Methode: Immer kleine Stücke nähen, Nadeln senken, Fuß heben und Position korrigieren. So Schritt für Schitt einmal im Kreis nähen.

Tutorial08 Abschminkpads

Wieder bei der Aussparung angekommen, sehr langsam an der Stoffkante entlang nähen. Die Anfangsfadenkette nach rechts zur Seite wegziehen und vorsichtig mit dem Messer abschneiden.

Nun das Messer ausschalten und ein paar Stiche über den Nahtbeginn drüber nähen. Dann die Nadeln und den Nähfuß heben, den Kreis ganz leicht nach links rausdrehen, dass die Nadeln gerade nicht mehr über dem Stoff sind. Nähfuß erneut senken und eine Fadenkette nähen. Mind. 5cm Fadenkette am Abschminkpad abschneiden.

Hinweis: Bei manchen Maschinen ist das Messer hochklappen umständlich. Wenn man mit eingeschaltetem Messer über den Nahtbeginn näht, muss man sehr exakt arbeiten. Das Messer muss gerade so weit von der Naht weg sein, dass es die bestehende Naht nicht wieder aufschneidet.

Das Garnende mit einer Stopfnadel zwischen den beiden Stofflagen durchziehen und den Rest abschneiden. So sieht man die Fadenkette später nicht mehr.

Verlosung:

Na, habt ihr Lust bekommen auf kuschelweiche Abschminkpads? Das trifft sich gut – wir verlosen heute nämlich Abschmikpad-Sets aus unseren heiß geliebten CozyDots mit je 8 Abschminkpads.

Abschminkpad-Sets

Wir verlosen jeweils ein Set auf den folgenden drei Kanälen: hier im Blog, auf unserer Facebookseite oder auf unserem Instagramaccount unter allen, die einen netten Kommentar hinterlassen.

Wir drücken die Fühler,

Eure Hummeln

(Diese Verlosung wird von Hummelhonig veranstaltet. Sie startet sofort und endet am 10. Dezember 2018 um 23:59 Uhr. Teilnehmen können natürliche Personen über 18 mit Wohnsitz in Europa. Bitte verseht anonyme Kommentare mit einer gültigen Email-Adresse, damit wir mit euch Kontakt aufnehmen können. Der Gewinn wird ausschließlich per Email versandt. Die Gewinner bestimmt das Los am 11. Dezember, der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen.)

Edit: Der Gewinn wurde ausgelost und die Gewinner benachrichtigt.

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5 – Fröbelsterne, Geschenke, Kugeln, Weihnachtsbäume und Flechtherzen – alles aus dem Plotter!

Adventskalender Tür 5

Eins meiner liebsten Weihnachtsdinge ist Fröbelstern-Falten – jedes Jahr lerne ich es neu, falte danach ungezählte Sterne und hänge sie an den Weihnachtsbaum, Geschenke oder als Mobile an die Decke… Aber mindestens genauso gehören ja Geschenke, Christbaumkugeln, Weihnachtsbäume und Flechtherzen (erinnert ihr euch noch an unser Bastel-Freebie im Adventskalender 2016?) zu Weihnachten!

Alle diese Dinge haben wir in eine Plotterdatei gepackt – Fröbelsterne, Flechtherzen, Christbaumkugeln und Weihnachtsbäume in zwei, Geschenke in drei Ausführungen. Und passend zu jedem Design haben wir noch Anhängerrohlinge dazugezeichnet!

Neue Plotterdatei

Beim Testen haben wir mal wieder gemerkt, wie vielseitig so ein Plotter doch ist, allein durch die vielen verschiedenen Materialien, die wir damit schneiden können! Wir haben Flexfolie auf Musterpapier gebügelt, Geschenkverpackungen beklebt und ein Mobile gebastelt:

Plotterdatei Weihnachten Plotterdatei Weihnachten

Plotterdatei Weihnachten

Anleitung Mobile

Und weil so ein Mobile zwar schwer zu fotografieren ist, aber leicht zu basteln, haben wir hier noch ein paar Tipps, die euch helfen es ganz einfach nachzubasteln:

  • Die Motive haben wir aus weißer und neonorangefarbender Vinylfolie ausgeschnitten.
  • Als Trägermaterial haben wir Laminierfolie verwendet (zuvor leer laminiert) – Windradfolie funtioniert sicher auch, aber Laminierfolie war gerade vorhanden. Tastet euch ran an die Schneideinstellungen für die Laminierfolie – bei uns und unserer Laminierfolie haben diese Einstellungen funktioniert: Messer 4, Geschwindigkeit 5, Anpressdruck 33, Doppelschnitt
  • Vergrößert das jeweilige Motiv und den zugehörigen Anhänger gemeinsam – so seid ihr sicher, dass die beiden dann auch zusammenpassen.
  • Zum Übertragen der Motive aus Vinylfolie auf die Anhänger aus Laminierfolie haben wir Maler-Klebeband benutzt – in überlappenden Streifen aufgeklebt konnten wir es nach dem Übertragen vorsichtig abziehen und weiterer Male verwenden.

Beim Entgittern und Übertragen haben wir mal wieder festgestellt, wie sehr sich die Vinylfolie doch anders verhält als Flex- oder Flockfolie – sie haftet nur ganz leicht am Trägerpapier und beim Entgittern lösen sich Teile, die noch liegen bleiben sollten, viel zu leicht. Daher zeigen wir euch mit ein paar Fotos, wie sich filigranere Motive aus Vinylfolie leichter entgittern und übertragen lassen:

Schneidet das geplottete Motiv grob aus der Vinylfolie aus. Falls die Kontur nicht zu filigran ist, entfernt die Vinylfolie rund um das Motiv. Klebt Maler-Klebeband in überlappenden Streifen Auf das Motiv Und streicht es gut fest. Dreht das Motiv um (mit der beklebten Seite nach unten) und zieht das Trägerpapier vorsichtig ab.

Entfernt nun (am besten geht das mit einem Entgitterhaken) alle nicht zum Motiv gehörenden Teile. Lasst das Motiv gleich mit der beklebten Seite nach unten liegen und platziert den Anhänger aus Laminierfolie. Dreht nun alles um, streicht die Vinylfolie gut fest und zieht das Maler-Klebeband vorsichtig ab. Fertig!

Die einzelnen Teile des Mobiles haben wir dann an Bäckergarn geknotet (immer ein paar Motive übereinander) und mit Reißzwecken an der Decke befestigt.

Verlosung:

So, Ihr Lieben, wenn ihr bis hier durchgehalten habt, kommt natürlich auch noch eure Gewinnchance des Tages: Wir verlosen heute 10 mal die Plotterdatei Weihnachtsmix: Dreimal unter allen, die hier unter diesem Beitrag kommentieren, die restlichen 7 unter allen, die unter dem heutigen Beitrag auf unserer Facebookseite oder auf Instagram einen netten Kommentar schreiben.

(Diese Verlosung wird von Hummelhonig veranstaltet. Sie startet sofort und endet am 5. Dezember 2018 um 23:59 Uhr. Teilnehmen können natürliche Personen über 18 mit Wohnsitz in Europa. Bitte verseht anonyme Kommentare mit einer gültigen Email-Adresse, damit wir mit euch Kontakt aufnehmen können. Der Gewinn wird ausschließlich per email versandt. Die Gewinner bestimmt das Los am 6. Dezember, der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen.)

Viel Glück!

Eure Hummeln

Edit: die Gewinnerinnen sind ermittelt und haben die Plotterdatei erhalten – viel Spaß beim Plotten!

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Rüschenshirt und Riesenrolli

(Ein Patternhack zu Murmeltier und Amsterdam aus der Feder von Miriam „mecki_macht…“ )

Geht’s euch auch so, dass ihr trotz einer großen Anzahl an Schnittmustern in eurem Nähzimmer doch auch einzelne Lieblinge habt, weil sie einfach super an euch sitzen oder sie sich richtig „sympathisch“ nähen lassen?

So geht’s mir mit dem Hoodie Amsterdam und mein Teeniemädchen mag Hoodie Murmeltier. Aber dieses Mal sollten die schönen CozyDots ohne Kapuze und mit einem anderen Style umgesetzt werden.

Was soll ich sagen: Wir sind im Rüschenfieber und für die kühlere Jahreszeit sind auch weite Rollkragen einfach toll zu tragen und erlauben es, auf das ewige Sortieren von Schals zu verzichten…

CozyDots
CozyDots navy/wollweiß mit Rüschen und bordeaux/beere mit Rollkragen

 

CozyDots
CozyDots als Murmeltier und Amsterdam im Patternhack von ‚mecki_macht‘

 

So hat jede von uns ihre Lieblingsfeatures ans bewährte Schnittmuster drangebastelt gekriegt, und zwar so:

Rüschenalarm am Hoodie Murmeltier

Im ersten Schritt legt man fast, auf welcher Höhe die Rüschen ansetzen sollen. Wenn man die Rüschen am Oberarm beginnen lassen will, ist ca. 3 cm unterhalb des Achselpunktes eine gute Stelle, um den Ärmel zu unterteilen. Wichtig ist bei einer Teilung des Ärmels, die Nahtzugabe an beiden Teilen dazuzurechnen, sonst wird der Ärmel womöglich zu kurz.

Für die Rüschen habe ich die passende Bündchenware gewählt und zwei Streifen vorbereitet, wobei der eine – später der obere – Streifen etwas schmaler berechnet ist als der später darunter liegende Streifen. Die Länge der Streifen bestimmt, wie stark der Rüscheneffekt ausfällt und ist natürlich Geschmackssache. Indem man die Streifen vor dem Festnähen bereits eingereiht anhält, hat man eine Vorstellung und kann variieren.

Als erstes habe ich die schmalere Rüschenreihe zwischen die beiden Ärmelteile gelegt und alles gemeinsam mit der Overlock verbunden. Die zweite Rüschenreihe habe ich mit einem Zickzack-Stich direkt unter der gerade genähten Stelle festgenäht.

Somit ist der Ärmel bereit, um ihn wie üblich an Vorder- und Rückenteil zu nähen und den Pulli als Shirt mit Rundhalsausschnitt fertigzustellen.

CozyDots

Rollkragen an Amsterdam

Anstelle von einem Loop wollte ich einen weiten gemütlichen Rollkragen umsetzen, der aber unbedingt schön fallen und nicht einfach irgendwie formlos am Hals anliegen sollte. Ich habe ins Schnittmuster des Kapuzenteils gelb eingezeichnet, wie voluminös ich mir meinen Wunschkragen vorgestellt habe. Die geschwungene Linie der Kapuze habe ich übernommen, so dass das Kragenteil perfekt an den Halsausschnitt gepasst hat und sich auch schön legt.

Der Rollkragen wird etwas voluminöser, indem man ihn mit einem passenden Jersey doppelt, bevor man den Rollkragen an den Halsausschnitt näht. Für mich hat der Rollkragen so den optimalen Stand – er ist halsfern und engt nicht ein, aber ist groß genug, dass er einen Kuscheleffekt hat.

CozyDots
Hoodie Amsterdam mit gemütlichem Rollkragen

Dass wir beide uns mit unseren Spezialversionen wohl fühlen, kann man glaub ich sehen – könnte sein, dass es noch weitere Rüschenvarianten für uns geben wird…

Miriam „Mecki macht…“

CozyDots
CozyDots im Patternhack

Wir Hummeln sagen danke euch beiden! Danke für die wunderschönen Kreationen und das Tutorial. Wir freuen uns auf mehr,…

 

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Fledermausshirt Sevilla aus Webware

Im März waren wir auf der H&H Cologne und haben uns nach neuen, anderen Stoffen umgeschaut. Wir wollten unser Lädchen mit etwas besonderem bestücken, etwas anderem,… direkt zu Beginn waren wir am Stand von Merchant & Mills und haben dort unter anderem einen total schönen Leinenstoff bestellt! Kaum war er geliefert, wollte ich ihn auch schon vernähen. Das einfachste wäre gewesen auch ein Schnittmuster von Merchant & Mills zu nehmen, da der Stoff für unsere Blusenschnittmuster zu schwer ist,…  aber mir war nach Experiment!

Im letzten Sommer hatte ich mein absolutes Lieblings-Sevilla aus Leinenjersey genäht. Der Leinenjersey ist traumhaft leicht und luftig, aber kaum elastisch. Daher lag der Gedanke nahe es zu wagen und das Fledermausshirt Sevilla aus Leinen zu nähen.

Da das Schnittmuster für elastische Stoffe designed ist, habe ich es aus Webware eine Größe größer zugeschnitten. Das war auch gut so, da es ansonsten nicht angenehm sitzen würde! Es wäre unter den Achseln und auch an der Hüfte zu knapp. Ob das für euch auch so funktioniert, prüft ihr am Besten an Hand der Maße aus der Maßtabelle Kleidungsstücke, Bedenkt dabei, dass es nur angenehm zu tragen ist, wenn es ausreichend „Luft“ hat. Um zumindest im oberen Rückenbereich und am Halsausschnitt etwas mehr „Luft“ und damit eine bessere Passform zu erhalten,  habe ich das Rückenteil geteilt und ein Schrägband als offene Einfassung mit Schleife genäht.

Ihr benötigt

  • das Schnittmuster Fledermausshirt Sevilla
  • die entsprechende Menge Stoff (in Gr. 38 sind das 120 cm)
  • ca. 1 m Schrägband für den Halsausschnitt (wahlweise fertiges, oder selbst angefertigtes …)
  • ein bisschen Zeit und Lust auf etwas Neues

Nähanleitung

Das Vorderteil schneidet ihr nach Anleitung zu. Die Schnittmusterteile für Halsausschnitt und Ärmel habe ich nicht benötigt. Für den Halsausschnitt nutzen wir das Schrägband.

Das Rückenteil schneidet ihr (statt im Bruch) 1x gegengleich zu. Die Schnittkanten der „hinteren Mitte“ werden versäubert. Dann legt ihr die beiden Rückenteile rechts auf rechts. Markiert einen Abstand von 11 cm zur oberen Stoffkante und näht die beiden Rückenteile (ab der Markierung) aneinander. Im Anschluss bügelt ihr die Nahtzugabe auseinander.

Die Nahtzugabe wird nun von rechts knappkantig abgesteppt. Im Anschluss schließt ihr die Schulternähte. Für die Halseinfassung habe ich Schrägband verwendet, das ich aus dem Hauptstoff zugeschnitten und in Form gebügelt habe. Ihr steckt das Schrägband (beginnend an der vorderen Mitte) rechts auf rechts am Halsausschnitt fest.

Näht das Schrägband, im Bügelfalz, fest. Für einen schönen Abschluss öffnet ihr das Ende des Schrägbandes und schlagt es ca. 2 cm links auf links ein.

Dann faltet ihr es wieder zusammen. Faltet es nochmals mittig und führt diesen Falz rund um den Halsausschnitt weiter. Das Schrägband fasst den Ausschnitt ein. Das Ende faltet ihr analog zum Anfang. Steckt das Schrägband gut fest und vergesst vor allem das Bügeln nicht.

Es näht sich deutlich einfacher, wenn ihr nicht nur steckt, sondern auch jeden Falz bügelt – so bleibt der Stoff an Ort und Stelle.

Steppt das Schrägband knappkantig (an der offenen Seite) ab. Zu guter Letzt habe ich den Schlitz an der hinteren Mitte durch eine kleine Zickzack-Raupe verstärkt.

Jetzt näht ihr das Shirt nach der Nähanleitung im Ebook zu Ende – ihr schließt die Seitennäht und näht die Arm- und Hüftsäume. Vorab solltet ihr Versäubern, da die Webware ansonsten ausfransen würde.

Ich muss zugeben, zu Beginn war ich mir nicht ganz sicher ob das so klappt! Man sollte eigentlich nie ein Schnittmuster, das für elastische Stoffe designed ist einfach so aus Webware nähen. Aber der Leinenstoff hat mich so sehr angelacht und ganz laut nach einer luftigen Sommerbluse gerufen, dass ich nicht wieder stehen konnte.

Das Experiment ist geglückt und ich fühle mich pudelwohl in meiner neuen Shirtbluse. (ABER wir wollen das nicht 1:1 zur Nachahmung empfehlen,… es kann gut auch schiefgehen!)

Habt einen schönen Start in die neue Woche!

Elke

Fledermausshirt Sevilla aus Webware
Fledermausshirt Sevilla aus Webware
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Tutorial: ein neues Kissen für die Bank

Tutorial Kissen für die Bank

Hallo ihr Lieben,

Vor ein paar Tagen habe ich die kluge Aussage gelesen, dass der Mai sehr eindrücklich beweist, dass die Viertagewoche ein tragfähiges Konzept darstellt – richtig so! Hier im Süden ist ja morgen nochmal Feiertag und mit Aussich auf das vierte lange Wochenende (auch wenn ich an Brückentagen und gelegentlich samstags arbeite – es fühlt sich dann nach viel mehr Wochenende an!) in Folge wurde ich wohl etwas übermütig und habe der Bank vor dem Hummelhonig-Laden endlich mal ein neues Kissen genäht! Die alten waren zwar noch heil, aber doch ein bisschen ausgeblichen – außerdem wollte ich mal testen ob uns ein einziges Kissen besser gefällt als die drei einzelnen.

Tutorial Kissen für die Bank

Und weil hier eindeutig mal wieder ein Tutorial fällig war, habe ich auch gleich mitfotografiert. Solche Hüllen für rechteckige Kissen sind nämlich so fix genäht, dass ihr den Feiertag wunderbar nutzen könnt um mal ein bisschen frischen Wind in eure (Außen-)Dekoration zu bringen – und danach ist immernoch genug Zeit für einen gemütlichen Kaffee auf der neuen Bank!

Ich habe mit folgenden Zutaten und Werkzeugen gearbeitet:

  • Stoff für die Kissenhülle: die benötigte Menge ist abhängig von den Maßen eures Kissens – ich zeige euch weiter unten auf, wie ihr den Zuschnitt berechnet. Ich habe einen stabilen Canvas verwendet, aber auch andere stabile Webware (Jeans, Cord) und auch leichtere Stoffe (Popeline, noch leichter sollte es aber nicht sein) eignen sich gut. Dehnbare Stoffe würde ich eher nicht verwenden.
  • die „Füllung“: Ich habe im Internet einen Schaumstoffzuschnitt mit meinem Wunschmaß bestellt. Ihr könnt aber auch bereits existierenden Kissen eine neue Hülle verpassen 🙂
  • Maßband, Geodreieck, Handmaß
  • Schere, Rollschneider (+ Lineal und Schneidematte)
  • Schneiderkreide und Stecknadeln
  • außerdem natürlich die Nähmaschine und Garn

Tutorial Kissen für die Bank

Und so habe ich das Kissen genäht: Tutorial: ein neues Kissen für die Bank weiterlesen

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Wendelatzhose Bär

Guten Morgen,

eine Wendehose wollten wir euch schon länger einmal zeigen. Es klangt so einfach und unkompliziert und doch hat uns irgendetwas bislang davon abgehalten. Als wir das Projekt jetzt endlich umgesetzt haben wussten wir auch ganz schnell wo das Problemchen liegt: wir haben jeweils nur 2 Hände. Man benötigt aber drei,… naja, nicht wirklich, aber es ist schon ganz praktisch eine zusätzliche, helfende Hand nutzen zu können.

Für die Wende(Latz)hose benötigt ihr

Und so geht es

Grundsätzlich solltet ihr für elastische Stoffe auch elastische Stiche nutzen – die Hose kann aber auch aus nicht elastischen Stoffen genäht werden, dann könnt ihr einen Geradstich nutzen.

Ihr schneidet Vorder- und Rückenteil der Latzhose je zweimal zu und schliesst jeweils die Seitennähte, sowie die vordere und hintere Mitte. Der in der Anleitung beschriebene Beleg entfällt, da ihr ja eine komplette Hose „dahinter näht“. Vergesst dabei das Verstärken der Träger mit Bügeleinlage nicht.

Dann wendet ihr eine der beiden Hosen auf rechts und schiebt die beiden ineinander. Steckt die oberen Kanten (rechts auf rechts) aneinander – die Seitennähte liegen aufeinander, ebenso die vordere und hintere Mitte. Näht die beiden Hosen aneinander (einmal komplett im Kreis nähen).

Die Innenbeinnaht steckt ihr ebenfalls rechts auf rechts fest. Lasst nun beim Schließen der Innenbeinnaht eine Wendeöffnung. Die Öffnung darf ruhig großzügig (min. 10 cm) sein, da wir durch diese Öffnung das Fußbündchen annähen müssen. Wendet die Hose auf rechts – nun könnt ihr schon erahnen wie sie aussehen wird,…

Näht die Fußbündchen ebenfalls wie in der Nähanleitung beschrieben:

  • faltet und näht sie rechts auf rechts (parallel zum Fadenlauf)
  • faltet die Fußbündchen im zweiten Schritt links auf links (quer zum Fadenlauf), um sie dann an das Hosenbein zu nähen.

Schiebt das Fußbündchen rechts auf rechts in das innere Hosenbein.

Jetzt müsst ihr ein bisschen quer denken. Wir haben das Ganze so gefaltet (gedreht, auf den Kopf gestellt, und wieder zurück,…), bis wir auch die Seiten- und die Innenbeinnaht der Außenhose rechts auf rechts an dem Bündchen feststecken konnten. Zieht das grob Gesteckte nun durch die Wendeöffnung und steckt es anschließend sauber fest. An dieser Stelle kommt die dritte Hand ins Spiel – das Bündchen muss stark gedehnt werden, daher ist es einfacher mit etwas Hilfe. Steckt die Naht rings herum fest und näht das Fußbündchen an das Hosenbein.

Anschließend könnt ihr das Bein wieder durch die Wendeöffnung ziehen und diese von Hand mit einem Leiterstich schließen. Das zweite Fußbündchen näht ihr analog zum ersten an. Nun werden noch die Druckknöpfe an den vorgesehene Stellen eingefügt und der Spaziergang kann beginnen.

Der Stoff erinnert uns irgendwie an Ostern und auch unser junges Modell hat sich wohl überlegt: da muss doch etwas sein 😉

Verlosung

Wir verlosen unter allen Kommentaren 3x unseren Papierschnitt Baby mit Latzhose Bär, Pumphose Robbe und dem Shirt Hummel. Wer bekommt eure (erste) Wendehose? Oder bleibt ihr ganz entspannt bei einem „normalen“ Babyoutfit?

Habt es schön,

Elke

(Das Gewinnspiel läuft heute, am 22. Februar 2018 (bis Mitternacht). Teilnehmen können natürliche Personen über 18 mit Wohnsitz in Europa. Bitte verseht anonyme Kommentare mit einer gültigen Email-Adresse, damit wir mit euch Kontakt aufnehmen können. Jeder kann nur einmal pro Seite teilnehmen. Die Gewinner bestimmt das Los, der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen.)

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Tutorial: Umschlag für Notizbücher

Heftumschlag Hefthülle

Hallo ihr Lieben,

kurz vor Weihnachten lassen wir es noch einmal glitzern. Wir packen schlichte (oder auch bunte) Notizbücher mit unserem „Glitzerpapier“ ein und haben noch eine Kleinigkeit zum Veschenken.

Für einen solchen Umschlag (passend für ein DIN A5 Heftchen) benötigt ihr

– ein Stück veganes Leder (51 cm x 23 cm).

– ein Stück Gummiband (48 cm)

– passendes Nähgarn

– unsere kleine Schnittzeichnung

und natürlich das Heftchen als Füllung.

So näht ihr eure Hülle

Faltet das Leder einmal in der Mitte und beidseitig jeweils am Falz. Der Falz hat 10 cm Abstand zum Rand. Das Gummiband faltet ihr rechts auf rechts, also die schöne Seite nach innen und legt es mit 1,0 cm Überlappung in den rechten Falz ein – ca. 3 cm vom Rand entfernt. Fixiert es mit Klammern. Stecknadeln würden Löcher hinterlassen. Im Anschluss näht ihr einmal knappkantig (ca. 3 – 4 mm) mit einem langen Geradstich an der gesamten oberen Kante entlang und ebenso an der unteren Kante. Näht von rechts, so erhaltet ihr eine schönere Naht.

Anschliessend müsst ihr nur noch die Nähte verriegeln. Wir empfehlen sie von Hand zu verknoten und die Fadenenden unter die Faltung zu ziehen. Automatisches Verriegeln sowie nochmals rückwärts nähen riskiert das Leder zu perforieren, wodurch es ausreissen könnte. Nun schiebt ihr noch das Heftchen in den Umschlag und zieht das Gummiband darüber.

Wir wünschen euch viel Freude beim Nähen und Verschenken!

Verlosung

Wir verlosen unter allen Kommentaren 1 Materialpaket (inkl. Heftchen) für einen solchen Umschlag. Wer würde das „Glitzerheft“ bekommen? Näht ihr für euch selbst? Oder wird es ein Geschenk?

(Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 22.Dezember 2017 um 23:59 Uhr. Teilnehmen können natürliche Personen über 18 mit Wohnsitz in Europa. Bitte verseht anonyme Kommentare mit einer gültigen Email-Adresse, damit wir mit euch Kontakt aufnehmen können. Jeder kann nur einmal pro Seite teilnehmen. Der Gewinn wird ausschließlich per Post versandt. Die Gewinner bestimmt das Los, der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen.)

Alle Liebe,

Eure Hummeln

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Tutorial: Wärmflaschenhülle

Tutorial Wärmflaschenhülle

Guten Morgen ihr Lieben,

seid ihr auch solche Frostbeulen? Mir ist ja grundsätzlich und immer kalt. Daher besitze ich die eine oder andere Wärmflasche, die meist meine Füße wärmen darf. Da lag die Idee nahe aus der praktischen Wärmflasche doch einfach mal ein cooles Accessoire zu machen. Heute zeigen wir euch, wie ihr aus alten, ollen und langweiligen Wärmflaschen richtige Hingucker macht.

 

Für eine Wärmflaschenhülle benötigt ihr

  • Papier, um das Schnittmuster zu zeichnen
  • ein Reststück Stoff (wir haben elastischen Jacquard genutzt)
  • ein Bügelbild
  • Druckknöpfe (wir haben KAM Snaps verwendet)
  • etwas Bügeleinlage, um die Druckknopfleiste zu verstärken
  • und eine Wärmflasche

Und so näht ihr euch eine Wärmflaschenhülle

Übertragt die Form der Wärmflasche auf euer Papier (dabei könnt ihr mit dem Bleistift direkt am Rand entlang fahren). Fügt eine zweite Linie hinzu mit ca. 0,5 cm Abstand, um die Wölbung auszugleichen. Diese zweite Linie ist die spätere Nahtlinie.Achtet auch an der Wärmflaschenöffnung auf ausreichend Mehrweite. Wir haben dazu den oberen Bogen weiter nach außen geschwungen – so wird die Öffnung mit umschlungen.

Schneidet das Schnittteil Vorderteil aus und übertragt es zweimal auf das Papier. Markiert mit einem Lineal an beiden Schnittteilen der Rückseite die spätere Öffnung. Am einfachsten geht das, indem ihr sie zuerst auf dem Vorderteil anzeichnet und dann an dieser Stelle an den Rückseiten kleine Knipse zeichnet.

Wir haben die Öffnung auf die Rückseite der Wärmflasche gelegt, um den Schraubverschluss mit abzudecken. Die Öffnung versehen wir mit einer Druckknopfleiste. Dazu ergänzen wir nun auf den beiden Rückseiten weitere Linien. Auf dem Schnittteil Rückseite UNTEN fürgen wir eine zweite Linie im Abstand von 2 cm hinzu. Hier wird auch abgeschnitten. Beim Schnittteil Sückseite OBEN fügen wir zwei Linien hinzu, jeweils im Abstand von 2 cm. Die zweite Linie ist der Rand, hier wird abgeschnitten. So erhalten wir drei Schnittteile: die Vorderseite, die Rückseite UNTEN und die Rückseite OBEN. In den Schnittteilen ist keine Nahtzugabe enthalten. Zu guter Letzt markiert ihr die Position der Druckknöpfe wie im Bild gezeigt.

Schneidet nun die 3 Schnittteile mit entsprechender Nahtzugabe (wir empfehlen 1 cm) zu. Die beiden Rückseiten werden auf Höhe der Druckknopfleiste mit Bügeleinlage verstärkt. So ist die Leiste stabiler und wir riskieren kein späteres Ausreißen. Das Vorderteil könnt ihr nach belieben verschönern – wir haben eines unserer Bügelbilder aufgebügelt.

Die Kanten der beiden Rückseiten werden versäubert, umgebügelt (die Kante ist eure eingezeichnete Linie, also 2 cm umschlagen) und von rechts mit einem Zierstich abgesteppt.

Übertragt die Positionen der Druckknöpfe auf die beiden Schnittteile. Um sicher die richtige Position an beiden Teilen zu treffen haben wir die Vorderseite unter die beiden Rückseiten gelegt, die Rückseiten positioniert und die Löcher für die Druckknöpfe direkt in beide Leisten gestochen. Auf dem Bild liegt die Rückseite UNTEN auf der Rückseite OBEN – so wird die Hülle von oben geschlossen. Nun bringt ihr die Druckknöpfe an.

Schliesst die Druckknöpfe zum Nähen, legt Voderseite und Rückseite rechts auf rechts aufeinander, steckt beide Teile fest und verbindet sie mit einer versäubernden Naht.

Nun müsst ihr die Wärmflaschenhülle nur noch durch die Öffnung wenden, die Wärmflasche hineinlegen und es euch gemütlich machen.

Verlosung

Wir verlosen unter allen Kommentaren 6 Bügelbilder (je eine Schneeflocke und ein Stern auf FB, Instagram und im Blog). Welches hättet ihr denn gerne?

(Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 14. Dezember um 23:59 Uhr. Bitte verseht anonyme Kommentare mit einer gültigen E-Mail-Adresse damit wir Kontakt mit euch aufnehmen können. Teilnehmen können natürliche Personen über 18 mit Wohnsitz in Europa. Jeder kann nur einmal pro Seite teilnehmen. Die Gewinner bestimmt das Los, der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen.)

 

Alles Liebe,

eure Hummeln

 

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Tutorial: Girlande aus Lebkuchenmännern

Girlande Lebkuchenmänner

Hallo ihr Lieben,

heute lassen wir es nochmal glitzern,… wir haben aus Lebkuchenmännern und veganem Leder Girlanden gebastelt.

Für eine solche Girlande benötigt ihr

  • Kunststoff Druckknöpfe (zum Beispiel KAM Snaps)
  • veganes Leder
  • unser kleines Printable als Vorlage für den Lebkuchenmann
  • Werkzeug für das Anbringen der Druckknöpfe
  • eventuell Klebeband oder Aufkleber für das Fixieren an der Wand

Vorlage

Wir haben die Vorlage zum Ausdrucken als PDF bereitgestellt. Wenn ihr lieber euren Plotter damit füttern wollt, ladet euch die SVG Datei herunter. Einfach auf das jeweilige Bild klicken und der Download beginnt.

Vorlage Lebkuchenmann PDF Vorlage Lebkuchenmann SVG

Und so bastelt ihr die Girlande

Nach dem Ausdrucken der Vorlage schneidet ihr diese aus und übertragt den Lebkuchenmann mit Bleistift auf das vegane Leder. Für das Anbringen der Druckknöpfe markiert ihr die Position der Druckknöpfe mit einem kleinen Loch.

Nun bringt ihr die Knöpfe immer paarweise so an, dass die Lebkuchenmännchen sich die Hand reichen können. Das macht ihr mit all euren Lebkuchenmännern. Wir haben auch die erste und letzte „Hand“ mit einem Knopf geschmückt, den ihr aber natürlich auch weglassen könnt. Vor dem Aufhängen müsst ihr nun nur noch die Knöpfe verbinden und die Lebkuchenmänner sind bereit.

Als Aufhängung haben wir glitzernde Aufkleber genommen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachbasteln!

Verlosung

Heute verlosen wir unter allen Kommentaren 1 Überraschungspaket aus unserem Hummelhonigladen.

(Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 12.Dezember 2017 um 23:59 Uhr. Teilnehmen können natürliche Personen über 18 mit Wohnsitz in Europa. Bitte verseht anonyme Kommentare mit einer gültigen Email-Adresse, damit wir mit euch Kontakt aufnehmen können. Jeder kann nur einmal pro Seite teilnehmen. Der Gewinn wird ausschließlich per Post versandt. Die Gewinner bestimmt das Los, der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen.)

 

Alles Liebe,

eure Hummlen

 

 

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Tutorial: Matchsack

Seesack

Seit die großen Hummelkinder die Nähmaschinen für sich entdeckt haben sind wir immer wieder auf der Suche nach Nähideen die leicht umzusetzen sind und dennoch einen WOW-Effekt haben. Der Matchsack wurde zwar schon ganz oft genäht, aber Taschen und Beutel hat man ja doch nie genug und mit ein bisschen Tüddelkram – vielleicht eine Quastenborte und ein Bügelbild – wird schnell etwas ganz besonderes daraus.

Für den Matchsack benötigt ihr

  • einen stabilen Stoff, z.B. Canvas oder Jeans (ca. 60 cm)
  • eine Kordel (ca. 220 cm)
  • Ösen in passender Größe zu eurer Kordel (wir haben hier 11 mm Ösen verwendet)
  • ggfs. etwas Bügeleinlage um die Ösen zu verstärken
  • Tüddelkram wie z.B. eine Quastenborte (ca. 80cm) und ein Bügelbild

Schnitt

Mit einem Klick auf die Schnittgrafik, könnt ihr den Schnitt (PDF) herunterladen. Dann nur noch ausdrucken, zusammenkleben und ausschneiden.

Schnitt Seesack Vorschau

Und so geht es

Schneidet die beiden Schnittteile (Rechteck und Kreis) nach der Vorlage zu und versäubert alle Kanten. Dann bügelt ihr die obere Kante des Sacks an der Saumlinie um, fixiert den „Saum“ mit Stecknadeln und näht ihn auf der Nahtzugabe fest. Im nächsten Schritt könnt ihr nun die Quastenborte von rechts aufnähen.

Die Position der Ösen findet ihr auf dem Schnittteil. Wir empfehlen einen Abstand von ca. 10 cm zwischen den Ösen. Schlagt auch die Öse am unteren Rand des Seesacks ein und schließt die Seitennaht. Diese Öse ist den größten Belastungen ausgesetzt, daher ist es sinnvoll den Stoff vorab mit Bügeleinlage zu verstärken, um späteres Ausreissen zu vermeiden. Nun könnt ihr den Rumpf an seinem unteren Ende mit dem Kreis (dem Boden) verbinden. Steckt dazu einige (viele) Stecknadeln kreisrund und näht den Boden an den Rumpf. Zu guter Letzt wendet ihr den Sack auf rechts und zieht die Kordel ein. Die Enden der Kordel werden miteinander verknotet.

(Das Bügelbild haben wir vor dem Nähen aufgebügelt, um keine störenden Kanten zu haben.)

Wäre das nicht ein schönes Projekt für die Weihnachtsferien? Oder vielleicht doch noch ein Last-Minute-DIY-Geschenk?

Verlosung

Wir verlosen unter allen Kommentaren 1 Materialpaket für einen Matchsack.

(Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 11. Dezember um 23:59 Uhr. Teilnehmen können natürliche Personen über 18 mit Wohnsitz in Europa. Bitte verseht anonyme Kommentare mit einer gültigen Email-Adresse, damit wir mit euch Kontakt aufnehmen können. Jeder kann nur einmal pro Seite teilnehmen. Die Gewinner bestimmt das Los, der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen.)

Habt einen wunderschönen Tag,

eure Hummeln

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8 – Wimpelkette: Mini-Tutorial und Verlosung

Juhu, Freitag! Und zwar der Freitag vor dem zweiten Advent – ist eure Wohnung schon fertig-weihnachtlich geschmückt? Oder fehlt euch noch ein i-Tüpfelchen? Wir greifen in solchen Fällen gern zu unserem Allzweckmittel „Wimpelkette“ – die sind schnell genäht und machen ordentlich was her (nur das fotografieren ist irgendwie schwierig):

Schnelle Wimpelkette

Außerdem sind sie auch ein tolles Kinder-Projekt – nur das Zuschneiden mit dem Rollschneider und das Aufbügeln der Buchstaben solltet ihr den Kleinen nicht überlassen!

Für die schnelle Wimpelkette braucht ihr:

  • Eine Vorlage für eure Wimpel – z.B. diese hier für dreieckige Wimpel in 19 cm Breite und 25,5 cm Höhe
  • Bunte Stoffe für die Wimpel – am besten eignen sich unelastische Stoffe, je Wimpel benötigt ihr etwa 20 x 27 cm
  • Etwa 3,6 m Schrägband – wir haben eins mit ganz großem Bling-Bling-Faktor benutzt, das war zum Bügeln und Nähen nicht die beste Wahl, aber es sieht toll aus 🙂
  • Buchstaben zum Aufbügeln – z.B. die Wunschnamen in XXL
  • Zum Zuschneiden einen Rollschneider mit Zackenklinge, Lineal und Schneidematte oder eine Zackenschere
  • Und natürlich das Übliche: Stecknadeln, Garn, Bügeleisen, Nähmaschine

Schnelle Wimpelkette

Und so wird die Wimpelkette genäht: 8 – Wimpelkette: Mini-Tutorial und Verlosung weiterlesen

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Tutorial: Geschenktüte / Miniutensilo

Miniutensilo Geschenktüte

Wie verpackt ihr eure Geschenke? Wir machen gerne aus der Verpackung direkt ein Geschenk. Als kleines Mitbringsel haben wir unsere Geschenktüten (passt das? Tüten?) einfach mal mit Nüssen gefüllt.

Für eine Geschenktüte benötigt ihr

  • schickes Gummiband (36 cm)
  • veganes Leder (2 mal 25 cm x 31 cm)
  • Nähgarn

Und so näht ihr die Geschenktüte

Ihr schneidet zuerst aus veganem Leder (oder ähnlichem Material) 2 Rechtecke mit den Maßen 25 cm x 31 cm. Das passende Gummiband hat eine Länge von ca. 36 cm. Faltet das Gummiband rechts auf rechts und platziert es mit den offenen Enden mittig auf der kürzeren Seite (der spätere Boden) des Rechtecks. Das zweite Rechteck wird nun rechts auf rechts platziert. Im Anschluß näht ihr die 3 Teile an dieser kurzen Seite zusammen. Nun schließt ihr die beiden Seitennähte.

Es ist wichtig alle Nähte gut zu verriegeln. Vorallem an der späteren Öffnung lösen sich die Nähte durch die Belastung leicht – ein Knoten hilt 🙂

Nun faltet ihr wie im Foto gezeigt den späteren Boden. Die Seitennaht wird dazu auf die Bodennaht gelegt. Markiert mit einem Geodreieck eine Linie (im rechten Winkel zur Seitennaht) – die Linie hat einen Abstand von 4 cm zur Spitze. Setzt an dieser Stelle eine Naht.  Die Spitze könnt ihr anschliessend abschneiden oder auch in der Geschenktüte belassen. Ihr könnt die Tüte nun wenden.

Den oberen Rand könnt ihr offen lassen oder auch säumen. Dazu faltet ihr den Rand ca. 1,5 cm ein und steppt ihn knappkantig ab.

Verlosung

Wir verlosen heute unter allen Kommentaren 1 Materialpaket für eine solche Geschenktüte.

(Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 05. Dezember um 23:59 Uhr. Teilnehmen können natürliche Personen über 18 mit Wohnsitz in Europa. Bitte verseht anonyme Kommentare mit einer gültigen Email-Adresse, damit wir mit euch Kontakt aufnehmen können. Jeder kann nur einmal pro Seite teilnehmen. Die Gewinner bestimmt das Los, der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen.)

Alles Liebe,

eure Hummeln

Edit: die Gewinnerinnen wurden ausgelost und benachrichtigt!

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Tutorial: Tüllröcke gehen immer

Wendetüllrock

Hallo ihr Lieben,

das Gesicht der jungen Dame beim Anblick ihres neuen Outfits konnte ich leider nicht fotografieren – es war wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag auf einmal. Sie war nicht aufzuhalten, hat sich in Schale geschmissen und los ging es…

Ich habe unseren Kuschelhoodie Murmeltier mit einem Katzenbügelbild versehen, einen Wendetüllrock kombiniert und damit voll ins Schwarze getroffen.

Für den Wendetüllrock benötigt ihr

  • unser Schnittmuster Pfau – hier verlinkt oder im Bereich „Schnitt für Umme“ zu finden
  • ein Gummiband das sich beidseitig verwenden lässt
  • quadratische Stoffstücke – ich habe hier je zwei Lagen Tüll in mint & rosé, ihr könnt aber beliebige elastische und auch nicht elastische Stoffe nutzen. Bei der Stoffauswahl solltet ihr darauf achten, dass die Stoff nicht zu durchsichtig sind. Der Tüll einlagig hätte das Gummiband und die Naht durchblitzen lassen.

Und so geht es

Um den Rock ohne Seitennähte zu nähen falten wir das Stoff-Quadrat zur Hälfte und dann wiederum zur Hälfte. Nun liegen 4 Stoffschichten übereinander und ihr könnt das Schnittmuster platzieren. Das Schnittmuster Pfau beinhaltet ein Schnittteil für einen Achtel-Tellerrock. Ihr druckt das Schnittmuster daher zweimal aus und fügt es wie im Foto zu einem Viertelkreis zusammen.

Platziert das Schnittmuster so auf dem gefalteten Stoff, dass ihr nur geschlossene Seiten habt. Im Foto sind die offenen Stoffkanten unten und links. Oben und rechts haben wir geschlossene Kanten. So entsteht mit einmal zuschneiden ein vollständiger Kreis. Schneidet auch die zweite Rockseite entsprechend zu.

Nun kommt der erste Nähschritt – wir schließen das Gummiband zu einem Kreis.Wir haben das Gummiband leicht überlappend mit zwei Zickzacknähten geschlossen, um es beidseitig „hübsch“ zu haben. Die Länge des Gummibandes messt ihr am Besten am Kind direkt ab.

Markiert nun mit Stecknadeln die Viertelpositionen an den beiden Rockteilen und auch am Gummiband. Eine Markierung (beim Gummiband) liegt knapp neben der Naht. Die zweite Markierung liegt gegenüber in der Knickfalte. Nun beide Markierungen aufeinanderlegen. Die dritte und vierte Markierungsposition liegen nun in den neu entstandenen Knickfalten. Hier also wieder mit Stecknadeln kennzeichnen.

Legt Viertelposition auf Viertelposition und steckt die erste Rockseite am Gummiband fest. Schiebt die zweite Rockseite in das Gummiband – wiederum Viertelposition auf Viertelposition – und steckt die drei (oder mehr) Lagen aneinander fest.Die beiden rechten Stoffseiten liegen aufeinander, das Gummiband liegt dazwischen.

Setzt zwischen die Viertelpositionen weitere Nadeln um einfacher zu nähen und sicher alle Lagen zu erwischen. Näht nun von innen alles zusammen. Es wird am äußeren Rand genäht. Dabei das Gummiband dehnen bis die Rockteile glatt liegen. Die Rockteile selbst nicht dehnen.

Verlosung

Wir verlosen unter allen Kommentaren 10 mal das Ebook Murmeltier (Gr. 86 – 158) – hier auf dem Blog, auf Facebook und auf Instagram. Wie immer ist teilen erwünscht und wir freuen uns auf eure Kommentare.

Alles Liebe,

eure Hummeln

(Das Gewinnspiel läuft heute, am 03. Dezember 2017. Teilnehmen können natürliche Personen über 18 mit Wohnsitz in Europa. Bitte verseht anonyme Kommentare mit einer gültigen Email-Adresse, damit wir mit euch Kontakt aufnehmen können. Jeder kann nur einmal pro Seite teilnehmen. Die Gewinner bestimmt das Los, der Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen.)

 

Edit: die Gewinnerinnen wurden ausgelost und benachrichtigt!

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Tutorial: Nikolausstiefel

Nikolausstiefel Schnittmuster

Hallo ihr Lieben,

eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen ist das Warten auf den Nikolaus. Die Stiefel wurden am Abend des 5. Dezember vor die Tür gestellt und der Nikolaus hat sie noch abends gefüllt. Jahr für Jahr haben wir aufgepasst und wollten den Nikolaus sehen, Jahr für Jahr war er schneller und schlauer als wir. Bis heute habe ich nicht herausgefunden wie er (?oder meine Eltern?) die Stiefel ungesehen füllen konnten.

Heute füllen wir selbst die Stiefel der Kinder, aber der Zauber ist der Selbe geblieben. Ob wir wohl irgendwann einmal erwischt werden? Welche Traditionen habt ihr? Lasst ihr euch auch so gerne verzaubern?

Für einen Nikolausstiefel benötigt ihr

  • 40 cm Stoff (wir empfehlen Webware für etwas mehr Formstabilität)
  • eventuell einen zweiten Stoff um den Schaft farblich abzusetzen
  • 14 cm Band für die Stiefelschlaufe
  • eine Stoffschere oder den Rollschneider

Schnitt

Mit einem Klick auf die Schnittgrafik, könnt ihr unsere kleine Schnittdatei (PDF) herunterladen. Dann nur noch ausdrucken, zusammenkleben und ausschneiden.

Nikolausstiefel Schnitt Vorschau

Und so geht es

Die beiden Schnittteile entsprechend der Angaben auf den Schnittteilen zuschneiden. Eine Nahtzugabe ist nicht enthalten. Wir empfehlen eine Nahtzugabe von 1 cm hinzuzufügen. Die Schnittteile Nr. 1 rechts auf rechts aufeinanderlegen, stecken und mit einer versäubernden Naht miteinander verbinden. Das Schnittteil Nr. 2 parallel zum Fadenlauf im Bruch falten und die offene Kante mit einer versäubernden Naht verschließen.

Das Schnittteil links auf links falten. Den Stiefel wenden.

Das Band der Länge nach links auf links falten und auf der hinteren Naht feststecken. Das zweite Schnittteil rechts auf rechts über den Stiefel stülpen und mit einer versäubernden Naht annähen.

Ob der Nikolaus wohl auch uns Großen etwas bringt,… wir wären auf jeden Fall vorbereitet 🙂

Wir freuen uns auf die Adventszeit und werden euch das Warten auf das Christkind auch in diesem Jahr wieder mit einem Adventskalender verkürzen. Noch sind nicht alle Türchen gefüllt, aber wir sind fleißig dran und schaffen das sicher auch noch rechtzeitig…

Habt es schön, bis ganz bald beim ersten Türchen!

Alles Liebe,

eure Hummeln

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Windeltasche Tutorial & Freebook

Turorial Windeltasche

Windeltaschen gibt es in unzähligen Varianten. Wir zeigen euch heute eine Variante, die super schnell zu nähen ist und mit den vier Innentaschen genügend Platz bietet für Windeln, Feuchttücher, Ersatzbody, Cremes, Salben und was ihr beim Wickeln sonst so braucht.

Eine tolle Geschenkidee für frisch gebackene Eltern, denn Windeltaschen kann man nicht genug haben 🙂 Und eine wunderbare Möglichkeit zur Stoffresteverwertung.

Ihr benötigt

  • Baumwolle und/oder einen  festeren Stoff wie Cord oder Jeans
  • leichte Bügeleinlage (z.B. von Vlieseline)
  • Gummiband oder Gummikordel
  • Zuschneidelineal, Bügeleisen, Stoffschere und/oder Rollschneider  und/oder Zickzackschere,
  • Stecknadeln, einen Stoffmarker / Stoffkreide

Schnitt

Die Windeltasche besteht aus je einem Außenteil, einem Innenteil und 4 Taschen (die beiden unteren sind etwas größer). Im Freebook ist ein Schnittmuster zum Ausdrucken enthalten. Da die Schnittteile nur rechteckig sind, kann man sie auch direkt auf dem Stoff abmessen – je nach Vorliebe.

Die Maße der einzelnen Teile sind wie folgt (Nahtzugabe von 1cm ist bereits enthalten):

Windeltasche Schnittteile

Und so geht es

Überlegt zunächst, wie ihr eure Windeltasche gestalten wollt. Welcher Stoff soll außen sichtbar sein, welcher innen und wie sollen die Taschen aussehen? Für das Außenteil bzw. das Innenteil empfehlen wir festere Materialien wie Jeans, alternativ können leichere Stoffe mit Bügeleinlage verstärkt werden.

Je 1 Außenteil, 1 Innenteil, 2 größere Taschen und 2 kleinere Taschen zuschneiden und falls nötig mit Bügeleinlage verstärken. Die Bügeleinlage sollte rundherum ca. 1cm kleiner sein als das zu verstärkende Stoffstück, das erleichtert das Aufbügeln. Wenn auf das Außenteil noch etwas appliziert oder aufgebügelt werden soll, dann sollte das zuerst gemacht werden.

Die 4 Taschenteile werden jeweils mittig gefaltet und gebügelt. Die gefalten Taschen haben folgende Maße:

  • große Tasche: 150 cm breit x 290 cm hoch
  • kleine Tasche: 140 cm breit x 290 cm hoch

Die kleine Tasche jeweils auf die große Tasche stecken. Die offenen Kanten liegen dabei bündig. Die gefalteten Enden sind leicht versetzt. Taschen mit Stecknadeln verbinden.

Eine der beiden oberen Taschen unterteilen wir in kleine Fächer (z.B. für Salben oder anderen Kleinkram). Hierfür gewünschte Linien auf die Tasche zeichnen und entlang dieser Linien mit dem steppen.

Das Innenteil mit der rechten Stoffseite nach oben legen. Die beiden gesteckten „Doppel-Taschen! so auf dem Innenteil platzieren, das die Bruchkanten zur Mitte des Innenteils zeigen und die offenen Kanten der gefalteten Taschen nach außen zeigen. Taschen am Innenteil befestigen (mit Stecknadeln oder Klammern).

Die Innentaschen auf dem Innenstück knappkantig mit dem Geradstich der Nähmaschine fest steppen.

Das Gummiband auf der rechten Innentasche an der gewünschten Position mit Stecknadeln oder Klammern befestigen. Wenn das Gummiband eine Vorder- und Rückseite hat, muss die schöne Seite nach oben zeigen. Darauf achten, dass die Enden des Gummibands oben und unten ca. 1 cm über die Tasche hinausragen  und dass das Gummi innen liegt.

Nun das Gummiband oben und unten knappkantig fest steppen. Wenn eine Gummikordel verwendet wird, ein paar Mal vor und zurück über die Kordel nähen, damit diese nachher nicht verrutscht.

Als nächstes das Außenteil rechts auf rechts auf das verarbeitete Innenteil legen, fest stecken und beide Teile zusammennähen. Unbedingt eine Wendeöffnung lassen. An den Ecken die Nahtzugabe etwas zurück schneiden., das erleichtert das Wenden in den Ecken. Bei fransenden Stofen kann außerdem entlang der Naht mit einnem Zickzackstich versäubert werden – vor allem, wenn nicht mit einer Zickzackschere zugeschnitten wurde.

Windeltasche wenden, Ecken mit einem spitzen Gegenstand (z.B. Essstäbchen) ausformen. Tasche bügeln.

Zum Schluß noch die Wendeöffnung mit einem Leiterstich (Matratzenstich) per Hand schließen.

Befüllen. Fertig.

Das Tutorial gibt es auch als Freebook zum Herunterladen (ein Klick auf das Bild führt zum Freebook):

Freebook Windeltasche

Hummelige Grüße und viel Spaß beim Nähen!

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Tutorial: superschnelle Babymütze

Babymütze Tutorial

Hallo Ihr Lieben,

Mützen kann man ja eigentlich nie genug haben, oder? Babys wachsen auch da schneller raus, als wir „Wo ist die Mütze“ fragen können und die größeren verlegen-vergessen-verlieren ihre immer wieder…. Deshalb zeigen wir euch heute, wie ihr ganz einfache Mützen nähen könnt – und die sind fast schneller genäht als verloren!

Ihr braucht lediglich jeweils einen Stoff für die Außen- und Innenseite der Mütze – die Maße der Schnittteile könnt ihr der Tabelle unten entnehmen. Die Stoffe sollten dehnbar sein – gut eignen sich zum Beispiel Jersey, Jacqard und Sweat. Wenn die Mütze etwas wärmer sein soll, haben wir gute Erfahrung gemacht mit Innenseiten aus (Baumwoll-) Fleece, Plüsch, Frottee und Nicky.

Außerdem braucht ihr natürlich die üblichen Nähwerkzeuge: Stecknadeln, Schere (oder besser: Rollschneider, Lineal und Schneidematte), passendes Nähgarn, eine Nähnadel, Nähmaschine (oder Overlockmaschine).

Um die richtige Größe auszuwählen braucht ihr außerdem den Kopfumfang des Mützenempfängers – wir haben zwar das durchschnittliche Alter in die folgende Tabelle aufgenommen, die Kopfumfänge variieren aber doch erheblich.

Sucht euch in der Tabelle die passende Größe aus und die zugehörigen Maße der Schnitteile:

Babymütze Maßtabelle

 

Übertragt die Maße gemäß der Skizze auf den Stoff (oder erstellt euch ein Papierschnittteil) – beachtet, dass die Maße noch keine Nahtzugabe enthalten, die müsst ihr unbedingt noch dazugeben!

Babymütze Schnitteil Skizze

Und so wird die Mütze genäht: Tutorial: superschnelle Babymütze weiterlesen

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Tutorial: ein Wasen-Outfit für ein Hummelmädchen

Wasen-Outfit

Hallo ihr Lieben,

Es ist wieder Volksfest-Zeit in Stuttgart und besonders die großen Hummelmädchen sind begeistert von Kettenkarrussell, Achterbahn, Losbude und Autoscooter! Zwischen all den Tracht-tragenden Menschen kommt dann spätestens bei der Zuckerwatte der Wunsch nach einem eigenen Dirndl auf. Aus verschiedenen Gründen entscheiden wir uns immer wieder gegen ein (mehr oder weniger) echtes Dirndl und machen unsere Mädels dann etwas einfacher (und alltagstauglicher) schick! Der Tüll-Rüschen-Rock, den ich vor zwei Jahren genäht habe, passt nun wirklich nicht mehr, das passende T-Shirt habe ich schon vor einem Jahr zum Flohmarkt gebracht – es war also allerhöchste Zeit, ein neues Wasen-Outfit zu nähen!

Das T-Shirt ist ein einfaches Schmetterling-Shirt (an Saum, Arm- und Halsausschnitten nur mit einem Rollsaum versäubert) mit einem Wasen-Mädel-Bügelbild. Für den Rock habe ich einen Kolibri am Saum mit einer Zackenlitze versehen -wie das und die Schürze genäht werden, zeige ich euch unten.

Wasen-Outfit Zutaten

Ihr braucht:

  • den zugeschnittenen Rock
  • Zackenlitze in Länge des Saums (das könnt ihr ganz einfach am Schnittmuster ausmessen)
  • Gummiband oder Bündchen für den Hüftbund (am besten die Länge am Kind abmessen)
  • für die Schürze (hier in Größe 134) ein rechteckiges Stück dünner, unelastischer Stoff, 104 cm breit und 45 cm hoch
  • Für das Schürzenband drei Stoffstreifen, 10 cm hoch und zweimal 120 cm breit und einmal 45 cm breit

Und so näht ihr das Wasen-Outfit: Tutorial: ein Wasen-Outfit für ein Hummelmädchen weiterlesen